Wir über uns

Raus aus dem Teufelskreis des Tötens!

 

 

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft tritt in ihren Grundsätzen für eine Verständigung zwischen den Völkern des Nahen Ostens ein. Dabei engagiert sie sich für die Festigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Staat Israel. Der gegenwärtige, durch den Raketenterror der Hamas initiierte, bewaffnete Konflikt im Gazastreifen muss schnellstmöglich durch einen stabilen Waffenstillstand und den Eintritt in Friedensverhandlungen beendet werden. Elemente eines anhaltenden und gerechten Friedens sind vor allem zwei Basics : die Anerkennung des Existenzrechtes des Staates Israel und eine Zukunftsperspektive für die Bevölkerung des Gazastreifens und der Westbank. Die moderate und vermittelnde Haltung von Abu Mazen auf palästinensischer und von Schimon Peres auf israelischer Seite haben hier wegweisenden Charakter. Das gemeinsame Gebet im Vatikan zeigt, dass Gesten der Mitmenschlichkeit und Empathie möglich und umsetzbar sind. Vorbildhaft ist auch die Reaktion der Mutter eines der drei ermordeten israelischen Teenager: sie ruft zu Respekt und einem Ende der Gewalt auf. Derartige Gesten sind dringendst nötig: der Teufelskreis aus Angst, Hass, Gewalt und Gegengewalt muss gebrochen, ein realer Neuanfang gewagt werden. Zu viele Menschen sind in den letzten Wochen gestorben – und jede Tötung setzt von neuem die fürchterliche Kriegsmaschine in Gang. Durch unsere Freundschaft mit der jüdischen, islamischen und christlichen Bevölkerung Israels sollten wir dafür eintreten, das Wagnis von Friedensverhandlungen einzugehen. Friedensverhandlungen finden mit Feinden statt, die zu Nachbarn, irgendwann vielleicht Freunden, werden können. Raketen aus Gaza, Iron Dome, Verteidigungsmaßnahmen der israelischen Streitkräfte, Infiltrationen durch Tunnels, Bodenoffensive – und die Toten beider Seiten im Fernsehen. Dieses allzubekannte Szenario des Schreckens muss ersetzt werden durch ein Szenario der Hoffnung. Jizchak Rabin hatte dieses Szenario als „Frieden der Tapferen“ bezeichnet, darum geht es. Vor allem Ägypten, aber auch die USA und die EU sind nun mit hoher Dringlichkeit aufgerufen, bei der Herbeiführung eines Waffenstillstandes und der Einleitung von Friedensverhandlungen aktiv zu werden. Die Zeit drängt, menschliches Leben muss geschützt werden.

 

Bernd Sommer

Vors.

Deutsch – Israelische Gesellschaft

Heilbronn – Unterland

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